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Schnittkurs an alten Obstbäumen (2010)

 

im Garten der Familie Ziegerer gab es richtig viel zu sehen

 

Das Wetter passte - wohl erstmals in diesem Jahr - wirklich hervorragend. Der Schnee im Garten der Familie Ziegerer in der Braugasse (ehemals: Haus von Ernst Gebhard) war so gut wie weg. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Nur die "interessenten" waren eher wenig: Neben der Familie Ziegerer gab es lediglich noch einen Gast, der sich für das Thema interessierte. Da waren wir drei "Fachleute" schon fast in der Überzahl.
Der langen Rede kurzer Sinn: Ein paar mehr Interessierte hättens schon sein dürfen. Es gab dort nämlich viel zu sehen: Uralte Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume, die seit längerer Zeit keine Pflege mehr erfahren hatten. Knorrige Äste mit vielen "Besenreisern", kreuz und quer gewachsene armdicke Seitenäste behinderten sich gegenseitig und rieben aneinander. Und Papa Jörgen wusste nicht so recht, wie er diesem Zustand Herr werden sollte.
Ganz ehrlich: Auch wir "Gartenexperten" kamen dabei ganz schön ins Diskutieren. Josef Uschold ganz  oben  auf der "Tiroler Steigtanne", unserer Spezialleiter, erhielt von unten unsere Ratschläge. Wenn man nämlich oben in der Baumkrone steht, sieht man nicht immer auf Anhieb, wo etwas zu schneiden ist. Mancher armdicke Ast musste Platz machen für seinen Nachbarn, und das anfallende Geäst dürfte für einige Tage "warme Stube" bei Ziegerers reichen! Die neu beschafften hochwertigen Werkzeuge (Getriebe-Astschere, Teleskop-Schere) erlaubten das Kraft sparende Schneiden an 4-5 cm dicken Ästen und ersparten oft den Einsatz der Säge.

Die Einholm-Leiter bewährte sich ein weiteres Mal als sehr sichere und komfortable Arbeitshilfe.


Am Ende hatten wir es aber geschafft, wieder Licht und Luft in die Kronen zu bringen und krebsbefallene Teile entfernt. Auch für die Pflege im nächsten Jahr bekamen die Ziegerers noch einige Tipps mit auf den Weg, denn alles auf einmal in Ordnung zu bringen, war uns nicht möglich. Von dem einen oder anderen Baum wäre sonst nur noch der Stamm und einige junge Triebe übrig gewesen.

 

Wenn man in der Baumkrone steht, ist es schwer, den Überblick über die Schnittmaßnahmen zu behalten. Die Ratschläge von unten sind dann sehr gefragt.

Ganz zum Schluss gab es am prächtigen, alles beherrschenden Nussbaum noch einen kleinen Einsatz: Einige dürre Äste drohten in nächster Zeit herunterzufallen und mussten entfernt werden. Dort bewährte sich einmal mehr unsere Einholm-Leiter in ihrer vollen Länge. Gerade noch gelang es uns mit ausgetreckten Armen und den Werkzeugen an der langen Teleskopstange, an die richtigen Stellen hinzureichen.


Am Nussbaum reichte die lange Leiter gerade noch aus. Auch ich selbst wagte dort einige Aufstiege.

Copyright Wolfgang Lahm © 2017 - alle Rechte vorbehalten