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Der BOTE, 26.05.13 16:30 Uhr

Kunstwerke beim Weiherfest der Bevölkerung übergeben

Kleinod mitten im Dorf

 

Von: Gisa Spandler

Es dauerte nicht lange, schon wurde die neue Sitzgruppe mit Kunst von jungen Oberferriedern nebst Katze in Beschlag genommen. Fotos: Spandler
Es dauerte nicht lange, schon wurde die neue Sitzgruppe mit Kunst von jungen Oberferriedern nebst Katze in Beschlag genommen. Fotos: Spandler
Durften als erste Platz nehmen (v.l.): Josef Uschold, Armin Kroder, Heinz Meyer, Wolfgang Lahm, Jochen Granzow und Margarete Becker.
Durften als erste Platz nehmen (v.l.): Josef Uschold, Armin Kroder, Heinz Meyer, Wolfgang Lahm, Jochen Granzow und Margarete Becker.
Hängte als erster ein Liebesschloss an seine stählerne Skulptur: Künstler Thomas Weiß.
Hängte als erster ein Liebesschloss an seine stählerne Skulptur: Künstler Thomas Weiß.
 

OBERFERRIEDEN – Beinahe wäre das Zehnjährige des Oberferrieder Weiherfests der Anlass für die künstlerische Aufwertung des Gewässers gewesen. Aber als man dann noch einmal nachrechnete, war es schon die elfte Veranstaltung dieser Art, bei der man am Samstag der Öffentlichkeit ansprechende, teils farbenfrohe Skulpturen und eine neue Sitzgruppe am Dorfweiher übergab. Doch auch ohne Jubiläum wurde die Feier eine runde Sache.

Josef Uschold, der Vorsitzende des Vereins für Freunde der Gartenkultur und Landespflege Oberferrieden, blickte zurück auf die Geschichte der jährlichen Veranstaltung, die man immer zusammen mit dem Männergesangverein des Ortsteils auf die Beine stellt und die sich auch über das Oberland hinaus großer Beliebtheit erfreut. Der alte Feuerlöschweiher war eine undichte, trübe Pfütze, als man zur Hundertjahrfeier des Gartenbauvereins 2003 beschloss, ihn neu zu gestalten. Durch großes bürgerschaftliches Engagement, unter anderem mit dem Motor Wolfgang Lahm, dem heutigen Vorsitzenden des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Nürnberger Land, gelang dies hervorragend. Der alte Dorfweiher wurde zum Hingucker mit Aufenthaltsqualität und – was viele gar nicht wissen – auch zu einem ökologischen Vorzeigeprojekt, wird doch die für Pumpe und ähnliche Vorrichtungen benötigte Energie durch Solarzellen bereit gestellt. Uschold freute sich darüber, dass bei der Neugestaltung der Sitzecke viele Oberferrieder unentgeltlich Arbeitskraft oder auch Material zur Verfügung gestellt hatten.

Bürgermeister Heinz Meyer bestätigte, dass Oberferrieden seit je ein bedeutender und selbstbewusster Ortsteil sei, weswegen seine Bewohner vielleicht auch so viel Eigeninitiative bei der Gestaltung ihres Lebensraums entwickelten. „Ein Kleinod mitten im Dorf“ hätten die Beteiligten schon vor elf Jahren geschaffen. Er dankte ausdrücklich den Ehrenamtlichen und auch der örtlichen 
Raiba Oberferrieden-Burgthann, die die neuen Sitzbänke spendierte und durch Geschäftsstellenleiter Jochen Granzow vertreten war.

Landrat Armin Kroder sah die künstlerische Ausgestaltung des Weiherumfelds als weiteren Beweis für die besondere Bedeutung, die Kunst und Kultur in der Großgemeinde Burgthann hätten. Er wünschte sich angesichts der besonderen Kunstwerke, dass sie gut von der Bevölkerung angenommen würden und auch zur Diskussion anregten, denn „über Kunst soll man auch reden und vielleicht streiten und sich an ihr reiben“, hoffte er auf eine aktive Auseinandersetzung mit den Skulpturen.

Arbeiten vorgestellt

Künstlerin Margarete Becker erinnerte daran, dass man bereits nach der Herstellung des Weihers eine lustige Strohfamilie in die Anlage setzte, die aber leider nicht von Bestand gewesen sei. 2007 hat sie dann zusammen mit dem Kindergarten Oberferrieden farbenfrohe Holzscheiben gestaltet, die noch heute in den Bäumen zu bewundern sind. Um die Sitzecke aufzuwerten, wurden nun von ihr zum einen große Würfel gebaut, die auch bespielt werden können, denn sie weisen die Felder der Brettspiele Mühle, Dame und Schach auf. Zudem wurde eine Betonsäule von ihr farbenfroh ausgemalt, ebenso wie eine Stele, die eine Figur mit großen Augen darstellt, die über das Weiherareal wachen soll. Sie empfand es als positiv, dass die von den Kindergartenkindern damals vorgegebenen kräftigen Grundfarben auch durch die blauen Sitzmöbel wieder aufgenommen wurden.

Thomas Weiß, der die beiden „zweieiigen Zwillinge“ schuf, die sich am Weiher gegenüber stehen, erklärte, dass er sich darüber gefreut habe, dass man von der Gemeinde mit der Bitte um einen künstlerischen Beitrag auf ihn zukam.

Der Wahloberferrieder, der schon in verschiendensten Teilen der Erde Skulpturen der besonderen Art platziert hat, nahm in den beiden Kunstwerken aus Metall und Glas das Thema „Wasser“ auf, zum einen in der wellenartigen Form des einen, zum anderen auch durch Farbe und ein raffiniertes Lichtspiel: Mittels LED-Technik leuchtet eine feingeschliffene Glasfläche in der Metallskulptur, gesteuert durch eine Zeitschaltuhr, in den verschiedensten Farben. Der andere „Zwilling“, eine filigrane Metallstele mit bunten Glaselementen, symbolisiert das Zusammenleben in der Gesellschaft. Ausdrücklich forderte Weiß hier die Bevölkerung auf, an den Metallstäben ihre jeweiligen Symbole der Zusammengehörigkeit anzubringen. Wie das gemeint ist, demonstrierte der Künstler gleich selbst: Er hängte ein Liebesschloss an das Metallgerüst, verschloss es und hofft nun, dass sich viele kreative Kunstliebhaber seinem Vorbild anschließen.

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