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Der aktuelle Pflanzenschutztipp im Februar
(Auszug aus dem Heft FEbruar 2010)

Die richtige Sortenwahl

Die wichtigste Pflanzenschutzmaßnahme ist die Wahl der richtigen Sorte. Wurde dies versäumt, ist der Ärger vorprogrammiert und Misserträge sind wahrscheinlich. Gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen sind meist nicht möglich, und wenn doch, kosten sie Geld. Außerdem wer arbeitet schon gern mit Chemie im eigenen Garten?

 
Worauf kommt es an? Das hängt ab von der Gemüseart, der Anbauzeit und Anbauort. Betrachten wir den Salat ‚Maikönig’, ‚Attraktion’ und ‚Dynamite’ haben durchaus noch ihre Berechtigung – im Museumsgarten. Besser sind Sorten, die resistent sind gegen den Falschen Mehltau und Blattläusen. Zudem sollen sie Anbausicher im Frühling, Sommer und Herbst sein. Der Bataviasalat ‚Leny’ kommt hier zum Zug. Standart-Kopfsalate sind die Sorten ‚Estelle’ oder ‚Nobellan’. Oder wie wäre es mit dem Salavova ‚Archimedes’ (Bild). Mit einem Schnitt zerfällt der Salat in portionsgerechte Blättchen. Geeignet für das ganze Jahr, für Freiland und Gewächshaus mit allen wichtigen Resistenzen.
 

Bei der Salatgurke ist eine Kältetoleranz interessant. Resistenzen gegen Echten Mehltau und Virus sind sinnvoll, Bitterfreiheit ein Muss. Reinweibliche Sorten bilden zudem keine störende Kernanlagen mehr aus. Selbstverständlich erwarten wir einen guten Geschmack und eine hohe Zahl an Früchten. Dies alles bietet beispielsweise die Sorte ‚Printo’.

Ärgerlich ist es, wenn der Gartenboden mit Kohlhernie verseucht ist. Dieser Pilz befällt die Wurzeln von Kohlgewächsen, die sich dann verdicken und Absterben. Da die Pilzsporen über 10 Jahre lebensfähig sind, wird man sie kaum wieder los. Doch auch hier hat die Züchtung rasant Fortschritte gemacht. So übersteht unter anderen der Weißkohl ‚Kilaton’ dieser Krankheit.

Bei Tomaten ist der Standort zu beachten. Im Freiland schlägt die Braunfäule zu. Hier sind ‚Philovita’ und ‚Phantasia’ angebracht. Im Gewächshaus tritt aber eher die Samtfleckenkrankheit auf. Diese Pilzkrankheit bildet auf den Blattunterseiten einen samtartigen Belag, worauf die Blätter absterben.
Auch der Echte Mehltau ist im Gewächshaus ein Problem. Die Lösung sind die Sorten ‚Conqueror’ oder ‚Maranello’. Letzere wird auch nicht von der Wurzelkrankheit Fusarium befallen, die die Pflanzen schnell zum Absterben bringen kann. Außerdem bekommt sie keinen Grünkragen. Dies ist ein mehr oder weniger großer Bereich um den Stielansatz, der nicht ausreift und gelblich bleibt. Verursacht wird dies durch eine Überhitzung des Gewebes durch starke Sonneneinstrahlung. Zu guter Letzt haben die Früchte dieser Sorte noch einen erhöhten Anteil an Lykopin. Dies ist der rote Farbstoff, der ausschlaggebend für den hohen Gesundheitswert der Tomate ist.

Bei Buschbohne erwarten wir Resistenzen gegen Brenn- und Fettfleckenkrankheit, Virus und hohe Erträge, die sich über einen langen Zeitraum erstrecken (z.B. ‚Negra’). Gelbe Rüben sollen doch bitte von der Möhrenfliege verschont bleiben (Sorten ‚Flyaway’, ‚Ingot’) und Feldsalat soll im Frühling nicht gleich blühen, sondern das ganze Jahr über wachsen (z.B. ‚Faver’).

Es lohnt sich also, auf die richtige Sorte zu achten, da so im Voraus schon viele Probleme gelöst sind. Alle Züchtungen sind übrigens in natürlichen Verfahren durchgeführt worden. Gentechnisch veränderte Gemüsesorten sind in ganz Europa nicht zugelassen.

Thomas Schuster
Gartenbauzentrum Bayern SW

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