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Der Pflanzenschutztipp im Mai

(Auszug aus dem Mai-Heft 2009)

Die Fingerhirse

Seit einigen Jahren ist die Fingerhirse in den Hausgärten ein zunehmendes Problem. Sie tritt deshalb vermehrt auf, weil sie zur Keimung hohe Bodentemperaturen über 20 °C benötigt. Diese Temperaturschwelle wurde im Jahre 2003 über einen langen Zeitraum überschritten. Dabei konnte sich dieses Ungras sehr stark vermehren und in den Gärten ausbreiten. Seiner Ausbreitung kommt zugute, dass die Fingerhirse bereits als sehr kleine Pflanze blühen kann und Samen ansetzt.

Auftreten
Da die Fingerhirse zur Keimung einen warmen Boden benötigt, tritt sie vor allem dann auf, wenn der Boden nicht beschattet ist. Häufig wird dies im Gemüsegarten sein. Sie ist aber auch in Pflasterfugen und in lückigem Rasen zu finden. Hier ist sie besonders schädlich. Durch tiefes Mähen kann sie nicht beseitigt werden, da sie in der Lage ist, absolut flach zu wachsen. Schnell verdrängt sie den ursprünglichen Rasen großflächig. Als einjährige Pflanze stirbt sie im Herbst ab und hinterlässt eine zerstörte Grasnarbe.

Bekämpfung
Eine chemische Bekämpfung von Gras im Rasen ist nicht möglich. Auch der Einsatz eines Totalherbizides ist wenig hilfreich, da sich viele Samen im Boden befinden, die dann wieder austreiben. Der einzig gangbare Weg ist der, die ersten Exemplare zu erkennen und sofort per Hand zu entfernen. Dann sind regelmäßige Kontrollen nötig, damit sich die Pflanze nicht dauerhaft einnisten kann.
  Thomas Schuster
Gartenbauzentrum Bayern SW

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