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Der Pflanzenschutztipp im Februar
(Auszug aus dem Februar-Heft 2008)

Die Kräuselkrankheit des Pfirsichs



Die Kräuselkrankheit ist eine Pilzerkrankung der Pfirsichblätter. Nach dem Austrieb sind diese blasig aufgetrieben, teilweise verdickt und vergrößert. Sortenweise sind sie rötlich oder gelblich verfärbt. Kranke Blätter werden bald abgeworfen, im Juni erfolgt dann ein Neuaustrieb. Bei starkem Befall können Äste auch völlig absterben. Ein starker Blattverlust schwächt die Bäume stark und beeinträchtigt die Ernte in diesem und auch im nächsten Jahr.

Biologie
Im Mai bilden sich auf der Oberfläche befallener Blätter Sporen, die auf der Rinde der Triebe auskeimen. Hier bilden sie ein feines Pilzgeflecht. Im nächsten Frühjahr infiziert dieses Geflecht die austreibenden Knospen und Blätter. Die Infektion erfolgt bereits bei der Streckung der Knospenschuppen. In den meisten Jahren ist die bereits im Februar der Fall, wenn die Freilandtemperaturen 10 °C erreichen.

Bekämpfung
Bisher übliche Kupferspritzungen sind im Hausgarten nicht mehr zugelassen. Damit ist im Hausgarten kein Pflanzenschutzmittel gegen diese Krankheit vorhanden. Recht gute Ergebnisse sind aber mit dem Pflanzenstärkungsmittel Neudo-vital zu erzielen. Wichtig ist eine sehr frühe Behandlung zum Knospenschwellen, meist schon im Februar. Wenn diese unterbleibt, ist die Krankheit nicht mehr zu regulieren. Weitere Behandlungen erfolgen dann beim Austrieb.
Besonders anfällig sind gelbfleischige Sorten. Weniger gefährdet sind die Sorten `Benedikte` und `Revita`. Beide reifen Anfang August.

Thomas Schuster
Gartenbauzentrum Bayern SW

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